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Bindungs- und Entwicklungstrauma

Wenn frühe Beziehungserfahrungen bis heute nachwirken

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Nicht jedes Trauma entsteht durch ein einzelnes, klar abgrenzbares Ereignis, wie z.B. Unfall, Vergewaltigung oder Kriegserlebnisse. Auch frühe belastende Beziehungserfahrungen können langfristig beeinflussen, wie sicher wir uns mit anderen Menschen und mit uns selbst fühlen.

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Wenn ein Kind über längere Zeit in wichtigen Beziehungen zu wenig Schutz, Verlässlichkeit, emotionale Zuwendung oder Raum für die eigenen Bedürfnisse erlebt, kann dies die weitere Entwicklung prägen. Man spricht dann häufig von Bindungs- oder Entwicklungstrauma.

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Auch emotionale Vernachlässigung, häufige Zurückweisung, unberechenbares Verhalten, starke Kritik oder das Gefühl, für die Stimmung anderer verantwortlich zu sein, können die innere Entwicklung beeinflussen.

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Dabei geht es nicht darum, Eltern oder andere Bezugspersonen pauschal verantwortlich zu machen. Entscheidend ist, wie die damalige Situation erlebt wurde und welche Auswirkungen sie bis heute hat.

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Frühe Anpassung als Schutz

Kinder sind auf die Nähe und Sicherheit ihrer Bezugspersonen angewiesen. Fehlt diese Sicherheit, entwickeln sie eigene Wege, mit der Situation umzugehen.

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Vielleicht haben Sie früh gelernt,

  • Ihre Bedürfnisse zurückzustellen,

  • sich stark anzupassen,

  • Konflikte zu vermeiden,

  • viel Verantwortung zu übernehmen,

  • besonders leistungsfähig zu sein oder

  • Gefühle nicht zu zeigen

 

Diese Verhaltensweisen waren damals sinnvolle und wichtige Schutzreaktionen. Im Erwachsenenleben können sie jedoch zunehmend belastend werden.

Mögliche Folgen im Erwachsenenleben

​Bindungs- und Entwicklungstrauma kann sich sehr unterschiedlich zeigen. Mögliche Folgen sind beispielsweise:

 

  • starke Angst vor Ablehnung oder Verlassenwerden

  • Schwierigkeiten mit Nähe und Abgrenzung

  • übermäßige Anpassung

  • hohe Selbstansprüche und starke Selbstkritik

  • Schuld- oder Schamgefühle

  • innere Unruhe oder emotionale Überforderung

  • Schwierigkeiten, eigene Bedürfnisse wahrzunehmen

  • wiederkehrende belastende Beziehungsmuster

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Manche Menschen funktionieren nach außen sehr gut, während sie innerlich viel Kraft dafür aufwenden müssen, Erwartungen zu erfüllen oder ihre Gefühle zu kontrollieren.

Traumasensible therapeutische Begleitung in Berlin

  • Eine psychotherapeutische Begleitung kann hilfreich sein, wenn Sie merken, dass frühe Erfahrungen Ihr heutiges Leben, Ihre Beziehungen oder Ihren Umgang mit sich selbst belasten.

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  • In meiner Arbeit stehen zunächst Stabilität, Sicherheit und ein verständnisvoller Umgang mit Ihren inneren Reaktionen im Mittelpunkt.

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  • Sie müssen belastende Erfahrungen nicht ausführlich schildern. Sie entscheiden selbst, worüber Sie sprechen möchten und in welchem Tempo wir vorgehen.

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  • Weitere Informationen zu meiner Arbeitsweise finden Sie auf der Seite „Traumatherapie“.

Hinweis für akute Krisen

  • Meine Praxis ist keine Notfall- oder Kriseneinrichtung. Bei akuter Selbst- oder Fremdgefährdung wählen Sie bitte den Notruf 112 oder wenden Sie sich an die nächstgelegene psychiatrische Notaufnahme.

  • Den ärztlichen Bereitschaftsdienst erreichen Sie unter 116117.

  • Die TelefonSeelsorge ist rund um die Uhr anonym und kostenlos unter 0800 1110111, 0800 1110222 oder 116 123 erreichbar.

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